​​2017_kcg-expertenforum2.jpg​      29. Juni 2017 in Hamburg
Die ambulante Versorgu​ng multimorbider alter Patienten is​t in Bewegung geraten. Bisher weitgehend von allen Vertragsärzten getragen, entwickeln sich nun neue Versorgungsformen und konkurrieren um die beste Lösung.

 

Die Vorträge der Referenten stehen nachfolgend für Sie zum Download bereit.
 
Adobe_PDF_file_icon_32x32.png Statement der DEGAM
 
Prof. Dr. Stefan Wilm, Mitglied im geschäftsführenden Präsidium der Dt. Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin​
Adobe_PDF_file_icon_32x32.png Statement der DGG
 
Prof. Dr. Jürgen M. Bauer, Präsident der Dt. Gesellschaft für Geriatrie
Adobe_PDF_file_icon_32x32.png ​Konzept der KBV zur spezifischen geriatrischen Versorgung
 
Dr. Bernhard Gibis, Kassenärztliche Bundesvereinigung
Adobe_PDF_file_icon_32x32.png Geriatrische Versorgung in der vertragsärztlichen Versorgung - Status quo und Perspektiven aus Sicht der GKV
 
Thorsten Busse, GKV-Spitzenverband​
Adobe_PDF_file_icon_32x32.png ​Umfassende sektorenübergreifende Versorgung multimorbider älterer Menschen - Das Positionspapier der Diakonie
 
Dr. Anja Dieterich, Diakonie Deutschland

 

Praxisbeispiele zeigten erste regionale Lösungen. Es bleibt jedoch die Frage: Wohin geht die Umgestaltung? Wieviel spezialisierte geriatrische Versorgung benötigen alte Menschen?  

Adobe_PDF_file_icon_32x32.png Hausarztpraxis-basiertes Case Management bei multimorbiden Patienten im höheren Lebensalter
 
Dr. Tobias Freund, Projektleiter PraCMan, Universitätsklinikum Heidelberg
 
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Erste Erfahrungen einer geriatrischen Institutsambulanz

 
Dr. Matylda Nosul, Leitende Ärztin HELIOS Klinikum Berlin-Buch
 

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Erste Erfahrungen einer geriatrischen Schwerpunktpraxis
 
Dr. Dieter Hotzelmann, Facharzt für Allgemeinmedizin ProMobil Müritz
 
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngVerknüpfte geriatrische Angebote im GeriNet Leipzig
 
Lysann Kasprick, GeriNet Leipzig
 
Adobe_PDF_file_icon_32x32.png Einsatz von Case Management in Ärztenetzen
 
Constanze Liebe, Geschäftsführerin Ärztenetz Lippe GmbH
 
Adobe_PDF_file_icon_32x32.png ​Netzgesteuertes Konzept ärztlicher Versorgung im Pflegeheim
 
Wolfgang Hentrich, Vorstandsvorsitzender Genial eG Lingen (Ems)
 

 

Impressionen vom KCG Expertenforum 2017

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Gruppe der Referenten und Moderatoren (von links nach rechts): Thorsten Busse, Dr. Norbert Lübke, Dr. Matthias Meinck, Jörg-Christian Renz, Dr. Dieter Hotzelmann, Dr. Matylda Nosul, Dr. Tobias Freund, Dr. Friedemann Ernst (hinten), Dr. Anja Dieterich, Prof. Dr. Jürgen M. Bauer, Prof. Dr. Stefan Wilm, Constanze Liebe, Wolfgang Hentrich, Dr. Bernhard Gibis 
 
 
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Prof. Dr. Jürgen M. Bauer, Präsident der Dt. Gesellschaft für Geriatrie, Dr. Matthias Meinck, stellv. Leiter des Kompetenz-Centrums Geriatrie und Prof. Dr. Stefan Wilm, Dt. Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin
 
 
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Expertenforum des Kompetenz-Centrums Geriatrie: "Palliative Versorgung in Deutschland - was haben wir - was brauchen wir?"

20. Mai 2015 in Hamburg

Palliative und geriatrische Versorgung besser verzahnen

Ärzte könnten ältere Patienten noch effektiver versorgen, wenn sich Palliativmediziner und Geriater besser austauschen würden. Das ist eine der Erkenntnisse des Expertenforums des Kompetenz-Centrums Geriatrie (KCG) in Hamburg. Fazit für die Vertreter beide Fachdisziplinen: Wir können und sollten zum Wohle der Patienten vom anderen lernen. So haben auf dieser Veranstaltung die Vertreter beider Fachgesellschaften erstmals ihre Therapieansätze verglichen. Was das für die tägliche praktische Arbeit bedeutet, konnten außerdem Experten aus Kliniken, der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV), Hospizen und von stationären Pflegeeinrichtungen vor den rund 100 fachkundigen Gästen darstellen.

 

Das Problem: Die Palliativmedizin versorgt regelhaft schwerkranke Patienten mit begrenzter Lebenserwartung – ebenso wie die Geriatrie. Dennoch werden beide Fachdisziplinen immer noch getrennt betrachtet und geplant. Eine Abstimmung beider Versorgungstrukturen zugunsten der Patienten findet in der Regel nicht statt, obwohl eine große Zahl der Palliativpatienten ältere Menschen sind, die auch geriatrisch zu versorgen sind.

„Palliative Begleitung sollte Bestandteil jeder geriatrischen Versorgung sein", forderte zu Beginn Elke Badde, die Staatsrätin der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, in ihrem Grußwort. Welchen hohen Stellenwert die Altersmedizin in Politik und Verwaltung der Hansestadt genießt, stellte sie anhand der umfangreichen Versorgungssituation älterer Patienten in der Hansestadt dar.  

Ist die Palliativmedizin sogar die bessere Geriatrie? Diese Frage stellte das KCG an diesem Tag seinen Referenten. „Ja, … bedingt", sagte dazu Professor Dr. Christoph Ostgathe als Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Die Patientengruppe überschneide sich. Der Palliativ-Patient ist im Durchschnitt 68 Jahre alt, und neben den onkologischen Fällen machen alle anderen Erkrankungen, die fachärztliche Palliativversorgung benötigen würden, rund 40 Prozent aus. Prof. Ostgathe wünscht sich aus Sicht der DGP zur Verbesserung der Situation, dass die Palliativmedizin stärker in die Weiterbildung der Geriater integriert wird. Im Gegenzug müsse auch die Kompetenz der Palliativmediziner in der Behandlung geriatrischer Patienten gesteigert werden.  

 

Adobe_PDF_file_icon_32x32.png Vortrag Prof. Dr. C. Ostgathe (Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin)

„Ja, die Palliativmedizin macht vieles besser", sagte auch PD Dr. Rupert Püllen als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Er machte jedoch auch klare Unterschiede deutlich: Der typische geriatrische Patient ist mit über 80 Jahren wesentlich älter als der von der Palliativmedizin als „alt" definierte. Und während sich die Palliativmedizin regelhaft mit der Symptomkontrolle und –Linderung schwerer Erkrankungen von Patienten am Lebensende befasse, stünde für die Geriater das Wiederherstellen der Selbständigkeit, die Rehabilitation, im Vordergrund. Denn eine Frau habe im Alter von 85 Jahren statistisch gesehen noch eine Lebenserwartung von sechs Jahren. Die Geriater könnten jedoch davon lernen, wie die Palliativmediziner noch stärker spirituelle Fragen der Patienten mitberücksichtigen, so PD Dr. Püllen. Palliativmedizin lebe besser als andere vor, dass es eine eigene Atmosphäre brauche, man also den Blick auch auf ein gutes Ambiente in den Einrichtungen legen müsse um das Wohlbefinden zu fördern, hob er hervor. Auch für PD Dr. Püllen ist klar: „Jeder Arzt braucht Grundkenntnisse beider Fachrichtungen." 

Adobe_PDF_file_icon_32x32.png  Vortrag PD Dr. R. Püllen (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie)

„Geriatrie und Palliativmedizin haben in weiten Teilen gemeinsame Ziele und eine gemeinsame Philosophie", hob Dr. Lübke, der Leiter des KCG hervor. Eine weitreichende Vernetzung von Geriatrie und Palliativmedizin müsse politisch auf die Agenda und von den Fachgesellschaften eingefordert werden.

 Adobe_PDF_file_icon_32x32.png  Vortrag Dr. N. Lübke (Leiter des Kompetenz-Centrums Geriarie)

In den weiteren Vorträgen haben die Referenten die Perspektiven der Leistungserbringer aus allen palliativen Versorgungsbereichen dargestellt. Außerdem zeigten Vertreter der Kostenträger und der Medizinischen Dienste auf, welche Strukturen dafür bereits geschaffen worden sind und welche Schwerpunkte zukünftig gesetzt werden müssen.

weitere Vorträge zum Download:

Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngBegrüßung

Peter Zimmermann, Geschäftsführer MDK Nord
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngGrußwort

Elke Badde, Staatsrätin, Behörde für Gesundheit unrd Verbraucherschutz, Freie und Hansestadt Hamburg
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngSAPV und Hospiz – Anspruch und Wirklichkeit aus Sicht der ambulanten Palliativmedizin

Dr. Wolfgang Schwarz, Geschäfsführer und Palliativmediziner, St. Marianus Palliativzentrum Lüneburg
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngHospizkultur und Palliative Care im Pfegeheim entwickeln und bewahren

Dirk Müller, Vorstandsvorsitzender Hospiz- und Palliativverband Berlin
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngPalliation oder Rehabilitation bei geriatrischen Patienten im Krankenhaus - für wen welche Komplexbehandlung?

Dr. Martin Warnach, Ärztlicher Leiter des Evangelischen Johannesstift, Wichernkrankenhauses Berlin
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngStand und Perspektiven aus Sicht der Kostenträger

Dr. Monika Kücking, Leiterin Abteilung Gesundheit beim GKV-Spitzenverband
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngSozialmedizinische Abgrenzung ambulanter palliativer Versorgungsbedarfe

Dr. Joan Elisabeth Panke, Medizinischer Dienst  des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (Sozialmedizinische Expertengruppe 2)
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngPalliative Bedarfe im Krankenhaus aus Sicht der Sozialmedizin

Dr. Friedemann Ernst, Kompetenz-Centrum Geriatrie beim MDK Nord
Adobe_PDF_file_icon_32x32.pngWie viel Palliation wollen wir uns leisten? 

Prof. Dr. Norbert Schmacke, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen

 

Impressionen vom KCG-Expertenforum:

 

Gruppe der Referenten (von links nach rechts): Dr. Wolfgang Schwarz, Prof. Dr. Christoph Ostgathe, PD Dr. Rupert Püllen (hinten), Dr. Joan Panke, Dr. Friedemann Ernst (hinten), Dirk Müller, Prof. Dr. Norbert Schmacke (hinten), Dr. Monika Kücking,  Dr. Martin Warnach, Dr. Norbert Lübke

 

 

Referenten der Fachgesellschaften: Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Vizepräsident der Dt. Gesellschaft für Palliativmedizin und PD Dr. Rupert Püllen, Präsident der Dt. Gesellschaft für Geriatrie

   

  

Elke Badde, Staatsrätin der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg und Peter Zimmermann, Geschäftsführer MDK Nord im Gespräch mit Dr. Friedemann Ernst, Kompetenz-Centrum Geriatrie